Das bin ich, Uwe, 2006


Biographisches von und über Uwe

DJ Hoover, DJ U.W., UW.Events, HoliGay-Dance und das Gay-Dance-Ship - das alles bin ich oder ist von mir und darauf bin ich schon ein wenig stolz.

Das Schwulsein und die Liebe zur Musik habe ich mir nicht zugelegt, das war schon immer da, von Geburt an. Ebensowenig wie mich das andere Geschlecht interessierte, konnte ich mich für Sport, Reisen oder Motorradfahren begeistern. Meine Welt ist M&M. Männer und Musik.

Bereits Mitte der 70er legte ich bei allen Schulveranstaltungen in meinem Heimatort auf. Dazu machte ich immer wieder, wie soll ich es nennen, Happenings bei mir zu Hause. Ich hatte das Glück schon mit fünfzehn eine eigene Wohnung zu haben. Das bereitete meinen und den Eltern meiner Freunde oft schlaflose Nächte. Aber immerhin wußte man wo sich das Pack aufhält...

1976 betrat ich zum ersten Mal eine Diskothek. Keine typisch deutsche Disco, sondern eine der kanadischen Streitkräfte. Das war wie eine Offenbarung für mich. Nicht nur das der DJ meine erste große (unerfüllte) Liebe wurde, nein, auch die Musik die dort lief traf genau meinen Geschmack: Glam, Disco und Funk. Bereits ein Jahr später war ich dann selbst DJ in dieser Diskothek. Übrigens der erste deutsche DJ, aber mit dem Sound von Übersee.

Dann kam die Armee und legte mich erstmal für zwei Jahre lahm. Anfang der 80er kehrte ich zurück.

Die alte Disco gab' es nicht mehr, dafür aber eine neue, wo ich alsbald ebenfalls auflegte. Zeitgleich eröffnete die H.I.O.B. (Homosexuelle Informationsgruppe Ortenau/Baden) ihr Vereinsheim, welches an den Wochenenden zur schwul-lesbischen Disco wurde.
Über viele Jahre hinweg mit mir an den Reglern.

Zwischenzeitlich war ich für vier Jahre in Straßburg, Frankfurt und in Kaiserslautern bis ich 1990 wieder nach Lahr zurückkehrte. Aus der H.I.O.B. heraus entstand die Idee mit dem Gay-Dance-Ship, welches dann 1994 zum ersten Mal veranstaltet wurde.

1995 bis 1997 war ich dann Resident-DJ im Gay-Club Tabu in Offenburg und bei der H.I.O.B. in Lahr. Ab 1996 legte ich zudem ein bis zweimal pro Jahr beim SchwuLesDance in Freiburg auf.

1997 startete ich mit dem Projekt "HoliGay-Dance" auf der Dammenmühle in Lahr welches 1998 in der Diskothek "V8" auf dem Flugplatz fortgesetzt wurde.
1999 neben dem SchwuLesDance und dem Gay-Dance-Ship war ich auch an der schwulen Mega-Hafen-Rundfahrt in Kehl beteiligt, legte beim 'Tanz in den Mai' der AIDS-Hilfe Offenburg im KIK auf und hatte zu meinem runden Geburtstag die komplette Diskothek "Number One" in Lahr gemietet und zur Gay-Dance-Birthday-Party eingeladen. Und in Baden-Baden wurde ich im Odeon als DJ engagiert. Ein volles Programm.

Im neuen Jahrtausend wurde es etwas ruhiger, aber nur etwas...
Aus dem 'Tanz in den Mai' der AIDS-Hilfe wurden zwei eigenständige Veranstaltungsreihen: "Heart to Heart" und die "langen Oldie-Nächte" bzw. "Oldie-Nights" im KIK. Diese waren gegenüber den bekannten GAY-Partys wesentlich rauher und mit viel Rockmusik, aber mindestens genauso geil! Den direkten Kontrast hierzu gab es dann bei den Travestieshows von LaLaDom, die ich öfters musikalisch begleiten durfte.

Orte an und Anlässe zu denen ich bislang auflegen durfte haben inzwischen oft gewechselt. Konstant geblieben ist das GAY-DANCE-SHIP seit dreizehn Jahren, Daniel, seit zehn Jahren der Mann an meiner Seite und die Liebe zur Musik, von Geburt an.
Und so soll es noch lange bleiben!

Euer Uwe





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